Das Hören:
   
Glockenspiel
über 80 Glocken sind für Euch aufgehängt um ihren Klang zu erfahren.
Welche klingt am lautesten? welche am leisesten, welche hat den höchsten,
den tiefsten Ton?
 
Orgelpfeifen
Orgelpfeifen verschiedener Größe können erprobt werden
 
Klangröhren
diverse Klangröhren können gespielt werden
 
Hörtrichter
Ein Trichter zum intensiven Hören steht im Wald
 
Baumstämmexylophon
Baumstämme verschiedener Baumarten, die alle etwa gleich lang und dick
sind, könnt Ihr mit einem Holzhammer anschlagen und ihren
unterschiedlichen Klang hören
 
Baumstammtelefon
auf der einen Seite Klopfen oder Krazten, auf der anderen Seite legt jemand
das Ohr an und ist sicherlich Erstaunt, wie gut das "Telefon" den Schall leitet.
 
Das Fühlen:
   
Barfußpfad
mit den Füßen tasten

Unsere Füße sind ein Kunstwerk. Sie bestehen aus 26 Knochen, 27
Gelenken, zahlreichen Bändern, Sehnen, Nerven und Gefäßen. Sie sind nicht
nur die Basis unseres Körpers, sondern auch in der Lage, sensibel zu
empfinden. Deutlich wird dies, wenn wir barfuß laufen. Bei unserem bereits
fertiggestellten Barfußpfad können die  Füße verschiedene Arten von Steinen,
Kies und Split, Stroh, Moos, Rundhölzer, Sand, Kork, Späne und
Tannenzapfen fühlen. Dies ist gesund für die Füße und wichtig unsere
Empfindungen auf andere Organe einzustellen. Das heißt die Natur hautnah
zu erleben und mit jedem Schritt neue Eindrücke zu gewinnen: Den Füßen
auf der Spur. Durchblutung, Körper und Geist werden trainiert
Barfußpfad mit Kinder- und Erwachsenhandlauf

Bank und Schuhregal zum Ausziehen der Schuhe
Fühlkästen
Mit den Händen tasten

die Fühlkästen werden mit Naturmaterialien, wie Kienäpfel, Kastanien,
Nüssen, Muscheln etc befüllt und können draußen wie drinnen benutzt
werden. Im Außenbereich gibt es einen Baumstammtisch auf dem die Kästen
platziert werden können
 
Fühlwand
Es gibt eine Fühlwand,
an der es viel zu Ertasten gibt:
- Löcher im Holz in verschiedenen Größen
- Bürsten mit verschiedenen Haaren, Naturborsten
- verschiedene Baumrinden...
- Felle verschiedener heimischer Tiere

Dort gibt es auch Baumscheiben zum Zählen von Jahresringen der Stämme
verschiedener Baumarten und unterschiedlichen Alters.
 
Das Riechen
   
     
Riechbeete
Wir haben 2 große Hochbeete gebaut in denen Pflanzen wachsen, deren
Blätter oder Blüten besonders intensiv riechen. Sträucher umgeben das Areal
und auf einer Steinbank kann Platz nehmen und sich vom Duft umgeben,
wers gemütlich mag. Ob Kräuter, Rose oder Flieder alles duftet und kann mit
der Nase besonders wahrgenommen werden.
 
Biotope und andere Naturlern- und
Beobachtungsfelder
Der Obstgarten ist ein eingefriedeter Gartenteil der mit Biotop-Bereichen
erweitert wurde: Teich, Insekten-Haus, Totholz - und Steinhaufen. Um
Schäden in diesen empfindlichen Naturbereichen zu vermeiden ist dieser
Gartenteil nicht grundsätzlich offen zugängig und nur in Absprache unter
pädagogischer Anleitung zu nutzen.
Eine Baumbank lädt zum Verweilen ein, um sich und den Tieren Zeit zu
geben.
 
Teich
Der Teich ist einer der Biotope, der von einer Vielzahl von verschiedenen
Tieren be- und umvölkert wird: zu beobachten sind schon nach kurzer Zeit:
Frösche, div. Wasserinsekten und Libellen, ansiedeln werden sich noch
weitere Amphibien, auch Insekten z.B. wie Wasserläufer und Säugetiere wie
Eichhörnchen, Igel, Maulwurf, Wühlmaus, Marder, Iltis.
 
Steinhaufen
ein Natursteinhaufen ist für Igel, Echsen, Mäuse, Blindschleichen
aufgeschichtet.
 
Totholzhecke
hier gibt es Kleinsäuger, Echsen, Insekten, Vögel zu sehen
 
 
Diese Beobachtungsfelder sind sehr empfindlich. Jeder „nicht-natürliche“
Eingriff in diese Klein-Biotope zerstört deren inneres Gleichgewicht. Somit
sind sie nur mit Aufsicht und Anleitung zu bestaunen.
 
Insektenhaus
Das Insekten Haus, ein rustikales Bauwerk, mit Naturmaterialien geschichtet,
in einem überschaubaren Rahmen, soll den hier lebenden Insekten und
Hautflüglern als Wohnort und Nistplatz dienen. Solche Insekten sind zum
Beispiel verschiedenste Bienenarten, aber auch Hummeln, Grab- und
Faltenwespen und Hornissen oder Käfer, Spinnen, Florfliegen Ohrwürmer und
Asseln. Das Haus dient zur „Nahansicht“ von Insekten.
 
Bienenwiese
vor dem Insektenhaus ist eine Bienenwiese angelegt. Die Weise blüht mit den
verschiedensten Blumen und Farben und ist somit für Bienen und andere
Insekten als Nektarsammelstelle interessant
 
Natur - Erlebnis - Felder
Garten der Sinne und Biotop-Erlebniswelt
Lärm und Abgase auf der Straße, Musik in jedem Laden und Reklame so weit das Auge reicht - unsere sensorischen Empfindungen werden im Alltag stark beansprucht. So
stark, dass leise zwitschernde Vögel, raschelnde Blätter oder die kühlende Windbrise auf der Haut oft gar nicht mehr in unser Bewusstsein vordringen. Grund genug,
unsere Sinne einmal zu neuem Leben zu erwecken. Wo könnte das besser gelingen als in der Natur, in der all unsere Sinne wachgekitzelt werden?

Der Mensch ist im Allgemeinen auf das Sehen ausgerichtet, die anderen Sinne (Hören, Tasten, Riechen, Schmecken) sind bei sehenden Menschen unterrepräsentiert. In
Rudyard Kiplings berühmten Buch „KIM“ gibt es eine Szene, in der der dreizehnfährige Kim mit einem zehnjährigen Hinduknaben eine Art Memory spielt. Dabei sollen eine
handvoll Steine kurz betrachtet und dann möglichst genau beschrieben werden. Zu Kims Ärger ist ihm der jüngere weit überlegen, sogar mit verbundenen Augen. Aus dieser
Episode bezieht eine Gruppe von Spielen ihren Namen, die sich das zunutze macht, was die Natur dem Menschen mitgegeben hat: die Sinne. Kimspiele, das sind Spiele
zum Sehen, Schmecken, Riechen, Tasten, Hören und Denken, Spiele also, bei denen die Sinne geschärft und bewußt eingesetzt werden.

Hajo Bücken hat als Erster Kimspiele zusammengestellt und zum Teil selbst entwickelt. Was er im „Kleinen Rahmen“ in einem Buch mehr für den häuslichen Gebrauch
zusammengestellt hat, wird nun in einem bislang ungenutzen Außengeländeteil von Drübberholz e. V. als „Garten der Sine““ aufgebaut werden. Dieser dient der Erweiterung
und Stärkung unseres Umwelt- und Erlebnispädagogischen Angebotes und steht neben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der eigenen Seminare auch den Gästen der
sonstigen Kinder- und Jugendgruppen (z.B. Klassenfahrten) als Lernfeld zur Verfügung, um zu erleben was sie mit den marginalen Sinnen alles erfahrbar ist.

Der Mensch „übersieht“ durch seine Ausrichtung auf seine Augen viel, was besonders bei Kindern aus Städten, heute allerdings auch oft bei ländlich aufgewachsenen
Kindern auffällt. Sie haben es verlernt „ihre“ Natur zu beobachten. Durch vermehrtes zu Hause bleiben, spielen in Räumen oder durchstylten Freizeiteinrichtungen kommt
die Naturbeobachtung zu kurz. Sie ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil, um Natur zu verstehen, zu achten und zu erhalten. Nur das, was man kennt, kann auch
geschützt und bewahrt werden. Wir wollen Interesse hervorrufen, Informationen erteilen, Wissen mehren, Zusammenhänge aufzeigen, Staunen und Neugierde wecken,
Wertschätzung erhöhen, Naturinteresse fördern, zum Schutz aktivieren, möglichst alle offenen Fragen beantworten. Wir wollen Anregungen bieten zum intensiven Tasten,
Riechen, Schmecken durch den Garten der Sinne. Wir wollen durch den Aufbau verschiedener Biotope das Sehen, Hören, Erleben und Nachdenken unspektakulär, aber
intensiv fördern. Dabei steht mal die Information im Zentrum, mal das genaue Beobachten, mal das spielerische Ausprobieren.
Der Garten der Sinne umfaßt